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Zolpidem (Zolbien,Stilnox) 10 mg
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Produktname: Zolpidem (Zolbien) 10 mg
Wirkstoffname: Zolpidem
Dosierung: 10 mg




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Was ist es und wofür wird es verwendet?


Zolpidem 10 mg ist ein Schlafmittel (Hypnotikum) und gehört zur Gruppe der Benzodiazepin-ähnlichen Arzneimittel.
Es wird zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen angewendet.
Benzodiazepine oder Benzodiazepin-ähnliche Stoffe sollten nur zur Behandlung von Schlafstörungen von klinisch bedeutsamem Schweregrad angewendet werden.


Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?


Zolpidem 10 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Zolpidem oder einen der sonstigen Bestandteile von Zolpidem 10 mg sind
- wenn Sie an bestimmten Formen krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis) leiden
- bei kurzzeitigem Atemstillstand während des Schlafes (Schlafapnoe-Syndrom)
- wenn Sie an schwerer Atmungsschwäche (Ateminsuffizienz) leiden
- wenn Sie an einer schweren Leberschädigung (Leberinsuffizienz) leiden
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen Zolpidem 10 mg nicht einnehmen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Zolpidem 10 mg ist erforderlich
Allgemein
Vor der Behandlung mit Zolpidem 10 mg
- sollte die Ursache der Schlafstörungen abgeklärt werden
- sollten zugrunde liegende Krankheiten behandelt werden.
Wenn die Behandlung der Schlafstörungen nach Tagen nicht erfolgreich ist, könnte dies ein Hinweis auf eine psychiatrische oder körperliche Grundkrankheit sein, die untersucht werden sollte.
Allgemeine Informationen zu den vom Arzt zu berücksichtigenden möglichen Folgen einer Behandlung mit Benzodiazepinen oder Benzodiazepin-ähnlichen Stoffen (wie Zolpidem 10 mg) oder mit anderen Schlafmitteln werden nachfolgend aufgeführt:
- Gewöhnung
Nach wiederholter Einnahme über mehrere Wochen kann es zu einer Abschwächung der schlaffördernden Wirkung kommen.
- Abhängigkeit
Die Entwicklung einer körperlichen und seelischen Abhängigkeit ist möglich.
Die Gefahr einer Abhängigkeit steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung und ist bei Patienten mit Alkohol- oder Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte erhöht. Wenn sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt hat, wird ein plötzlicher Abbruch der Behandlung von Entzugserscheinungen begleitet.
- Entzugserscheinungen (Rebound-Insomnie)
Nach dem Beenden der Schlafmittel-Behandlung kann es zu einem vorübergehenden Syndrom kommen, bei dem die Schlafstörungen in verstärkter Form erneut auftreten (Rebound-Phänomen). Dabei können weitere Reaktionen auftreten: Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, außergewöhnliche Angst und Spannungszustände, innere Unruhe, Verwirrtheit, Reizbarkeit und Schlaflosigkeit. In schweren ällen können folgende Krankheitszeichen auftreten: Wirklichkeitsverlust, Persönlichkeitsstörungen, Hörstörungen in Form von gesteigertem Hörempfinden (Hyperakusis), Taubheitsgefühle und Kribbeln in den Armen und Beinen, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und körperlichem Kontakt, Halluzinationen oder epileptische Anfälle.
Es ist wichtig, dass Sie sich der Möglichkeit solcher Symptome bewusst sind, um Ihre Angst zu vermindern.
- Gedächtnisstörungen (Amnesie)
Es können Gedächtnislücken (anterograde Amnesie) hervorgerufen werden.
Dieser Zustand tritt meist während der ersten Stunden nach der Einnahme von Zolpidem 10 mg auf. Um diese Gefahr zu verringern, sollten Sie sicherstellen, dass eine ununterbrochene Schlafdauer von Stunden möglich ist (siehe 4. “Welche Nebenwirkungen sind möglich?”).
- Psychiatrische und “widersprüchliche” Reaktionen
Während der Behandlung kann es zu Ruhelosigkeit, innerer Unruhe, Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellungen (Psychosen), Wutanfällen, Alpträumen, Halluzinationen, Schlafwandeln, unangemessenem Verhalten, zunehmender Schlaflosigkeit und anderen unerwünschten Verhaltensänderungen kommen.
In solchen ällen sollte die Behandlung mit Zolpidem 10 mg beendet werden. Diese Störungen treten meist bei älteren Menschen auf.
Bestimmte Patientengruppen
Benzodiazepine und Benzodiazepin-ähnliche Stoffe (wie zum Beispiel Zolpidem 10 mg) sollten mit Vorsicht angewendet werden bei
- Älteren oder geschwächten Patienten
Diese Patienten sollte eine niedrigere Dosis erhalten (siehe 3. “Wie ist Zolpidem 10 mg einzunehmen?”). Zolpidem 10 mg besitzt eine muskelentspannende Wirkung. Aus diesem Grund besteht besonders bei älteren Patienten die Gefahr, zu stürzen und sich dadurch eine Fraktur des Hüftgelenks zuzuziehen, wenn sie nachts aus dem Bett aufstehen.
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Obwohl eine Dosisanpassung nicht notwendig ist, ist Vorsicht geboten.
- Patienten mit chronischen Atembeschwerden
Es ist nachgewiesen, dass Benzodiazepine die Atmung erschweren können. Es sollte auch berücksichtigt werden, dass Angst oder innere Unruhe als Zeichen von Atembeschwerden beschrieben wurden.
- Patienten mit Alkohol-, oder Drogenmissbrauch in der Krankengeschichte
Bei diesen Patienten ist äußerste Vorsicht erforderlich. Diese Patienten sollten während der Behandlung mit Zolpidem 10 mg sorgfältig überwacht werden, da bei ihnen die Gefahr einer Gewöhnung und psychischen Abhängigkeit besteht.
Benzodiazepine und Benzodiazepin-ähnliche Stoffe (wie zum Beispiel Zolpidem 10 mg) dürfen nicht angewendet werden bei
- Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen
Bei diesen Patienten besteht die Gefahr einer Hirnschädigung (Enzephalopathie)
- Patienten mit Wahnvorstellungen (Psychosen) als primäre Behandlung.
- Zur Behandlung von Depression oder Angst, die ausschließlich mit Depression verbunden ist (Suizidgefahr).


Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Zolpidem 10 mg sollte während der Schwangerschaft, insbesondere in den ersten drei Monaten nicht angewendet werden, da nicht genügend Daten vorliegen, um die sichere Anwendung von Zolpidem 10 mg in der Schwangerschaft und der Stillzeit beurteilen zu können. Zolpidem 10 mg führte in tierexperimentellen Studien weder zu Missbildungen noch zu schädlichen Wirkungen auf den Embryo; die Sicherheit in der Schwangerschaft beim Menschen wurde dagegen bisher nicht untersucht.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie während der Behandlung mit Zolpidem 10 mg eine Schwangerschaft planen oder bei sich vermuten, damit ihr Arzt entscheiden kann, ob die Behandlung fortgeführt oder umgestellt werden soll.
Wenn Zolpidem 10 mg in den letzten Schwangerschaftsmonaten über einen längeren Zeitraum angewendet wird, können beim Neugeborenen nach der Geburt Entzugserscheinungen auftreten.
Wenn Zolpidem 10 mg aus zwingenden medizinischen Gründen gegen Ende der Schwangerschaft oder während der Geburt angewendet wird, können beim Neugeborenen Effekte wie verminderte Körpertemperatur (Hypothermie), niedriger Blutdruck (Hypotonie) und mittelgradige Atemschwäche (Atemdepression) auftreten.
Da Zolpidem in geringer Menge in die Muttermilch übergeht, sollte Zolpidem 10 mg während der Stillzeit nicht angewendet werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Schläfrigkeit, Gedächtnislücken, verminderte Konzentrationsfähigkeit und beeinträchtigte Muskelfunktion können sich nachteilig auf die Verkehrstüchtigkeit oder die ähigkeit zum Bedienen von Maschinen auswirken. (Siehe auch “Bei Einnahme von Zolpidem 10 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken”). In verstärktem Maße gilt dies nach unzureichender Schlafdauer.


Wichtige Informationen zu einigen der sonstigen Bestandteile von Zolpidem 10 mg
Zolpidem 10 mg enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Zolpidem 10 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertäglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.


Wie wird es angewendet?


Nehmen Sie Zolpidem 10 mg immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die Filmtabletten sollen unmittelbar vor dem Schlafengehen mit Flüssigkeit eingenommen werden.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Erwachsene
Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene beträgt 1 Filmtablette Zolpidem 10 mg (entsprechend 10 mg Zolpidemtartrat pro Tag).
- Ältere oder geschwächte Patienten
Bei älteren oder geschwächten Patienten wird eine Tagesdosis von einer halben Filmtablette Zolpidem 10 mg (entsprechend 5 mg Zolpidemtartrat pro Tag) empfohlen.
Diese Dosierung sollte nur dann auf 1 Filmtablette Zolpidem 10 mg (entsprechend 10 mg Zolpidemtartrat pro Tag) erhöht werden, wenn die Wirkung nicht ausreichend ist und das Arzneimittel gut vertragen wird.
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion wird eine Tagesdosis von einer halben Filmtablette Zolpidem 10 mg (entsprechend 5 mg Zolpidemtartrat pro Tag) empfohlen.
Diese Dosierung sollte nur dann auf 1 Filmtablette Zolpidem 10 mg (entsprechend 10 mg Zolpidemtartrat pro Tag) erhöht werden, wenn die Wirkung nicht ausreichend ist und das Arzneimittel gut vertragen wird.
Höchstdosis
Eine Tagesdosis von 1 Filmtablette Zolpidem 10 mg (entsprechend 10 mg Zolpidemtartrat pro Tag) sollte nicht überschritten werden.
Kinder und Jugendliche
Zolpidem 10 mg darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.
Wie lange sollte Zolpidem 10 mg angewendet werden?
Die Dauer der Behandlung sollte so kurz wie möglich sein. Im Allgemeinen dauert sie wenige Tage bis zu 2 Wochen und soll einschließlich der schrittweisen Absetzphase 4 Wochen nicht überschreiten.
Die schrittweise Absetzphase sollte individuell gewählt werden.
Bestimmte Situationen können eine Verlängerung über die Höchstbehandlungsdauer erforderlich machen. Ihr behandelnder Arzt wird nach erneuter Beurteilung Ihrer Beschwerden über eine weitergehende Behandlung entscheiden.
Wenn Sie eine größere Menge von Zolpidem 10 mg eingenommen haben, als Sie sollten. Bei einer Überdosierung ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen.
Bei einer Überdosierung von Zolpidem 10 mg allein wurde eine Beeinträchtigung des Bewusstseins von Schläfrigkeit bis hin zu leichtem Koma beschrieben.
Wenn Sie die Einnahme von Zolpidem 10 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme von Zolpidem 10 mg so fort, wie sie von Ihrem Arzt verordnet wurde.
Wenn Sie die Einnahme von Zolpidem 10 mg abbrechen
Da die Gefahr von Entzugserscheinungen nach plötzlichem Abbruch der Behandlung größer ist, wird Ihr Arzt Ihnen raten, die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis zu beenden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


Was sind mögliche Nebenwirkungen?


Bei Einnahme von Zolpidem 10 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich nicht um verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Zolpidem 10 mg sollte bei Kombination mit anderen Arzneimitteln, die das zentrale Nervensystem dämpfen, mit Vorsicht eingesetzt werden (siehe 2. “Was müssen Sie vor der Einnahme von Zolpidem 10 mg beachten?”).
Die gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln kann zu einer gegenseitigen Verstärkung der zentral dämpfenden Wirkung führen (siehe 4. “Welche Nebenwirkungen sind möglich?”):
- Arzneimittel zur Behandlung psychischer Krankheiten (Neuroleptika, Antidepressiva, Antipsychotika)
- Schlafmittel
- Arzneimittel gegen Angststörungen, Beruhigungsmittel (Anxiolytika/Sedativa)
- stark wirkende Schmerzmittel (Narkoanalgetika). Es kann eine gesteigerte Gemütsstimmung auftreten, die zu einer verstärkten seelischen Abhängigkeit führen kann.
- muskelentspannende Mittel
- Arzneimittel gegen Krampanfälle (Antiepileptika)
- Arzneimittel zur Erzeugung einer Narkose (Anästhetika)
- Arzneimittel zur Behandlung von Allergien oder Erkältungen mit beruhigender Wirkung (sedative Antihistaminika).
Arzneimittel, die die Wirkung von bestimmten Leberenzymen fördern, können die Wirkung von Zolpidem-ratiopharm® 10 mg verringern: z. B. Rifampicin (zur Behandlung von Tuberkulose).
Bei Einnahme von Zolpidem-ratiopharm® 10 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Während der Behandlung sollten Sie keinen Alkohol trinken, da die Wirkung von Zolpidem durch Alkohol in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt wird. Die ähigkeit, Aufgaben durchzuführen, die eine erhöhte Konzentration erfordern, wird durch diese Kombination zusätzlich beeinträchtigt.


Wie soll es aufbewahrt werden?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
In der Originalverpackung aufbewahren.
Sie dürfen Zolpidem 10 mg nach dem auf dem Umkarton und dem Blister angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

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